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Gemeindeschwesterplus startet in drei weiteren Landkreisen

Mit den Landkreisen Mainz-Bingen, Mayen-Koblenz und dem Rhein-Hunsrück-Kreis nehmen im Jahr 2024 drei weitere Gebietskörperschaften in Rheinland-Pfalz am Landesprogramm Gemeindeschwesterplus teil. „Unser Ziel eines flächendeckenden Angebots Gemeindeschwesterplus in Rheinland-Pfalz bis zum Jahr 2026 rückt damit in greifbare Nähe“, erklärte Sozialminister Alexander Schweitzer.

„Wenn es die Gemeindeschwesterplus noch nicht gäbe, müsste man sie erfinden“, sagte Schweitzer. „Die ausgebildeten Fachkräfte tragen mit ihrer Arbeit nicht nur dazu bei, dass der Eintritt der Pflegebedürftigkeit hinausgezögert wird, sondern bewirken durch die Initiierung von Angeboten und Aktivitäten, dass ältere Menschen am Leben in der Gemeinschaft teilnehmen und sich weniger einsam fühlen.“

Gemeindeschwesterplus ist ein Angebot für ältere Menschen, die in der eigenen Wohnung leben und noch nicht pflegebedürftig sind. Die Fachkräfte Gemeindeschwesterplus sind besonders geschulte Pflegefachkräfte, die hochbetagte Menschen zuhause besuchen und sie kostenlos beraten. Die vorbeugende Beratung nimmt die soziale Situation, die gesundheitliche und hauswirtschaftliche Versorgung ebenso in den Blick wie die individuelle Wohnsituation, Mobilität, Freizeitgestaltung und soziale Kontakte. Die Fachkräfte Gemeindeschwesterplus vermitteln auch wohnortnahe und gut erreichbare Teilhabeangebote wie gesellige Seniorentreffen, Bewegungsangebote, Veranstaltungen oder Kurse. Zeigt sich während der Beratung, dass bei dem Senior oder der Seniorin bereits ein Pflegebedarf eingetreten ist und möglicherweise Ansprüche auf Leistungen der Pflegeversicherung bestehen, vermittelt die Fachkraft Gemeindeschwesterplus an den örtlichen Pflegestützpunkt.

Im Rahmen des Landesprogramms Gemeindeschwesterplus fördert das Land die ausgebildeten Fachkräfte in den Landkreisen mit einem Stellenanteil von bis zu 1,5 Vollzeitäquivalenten. Für das Landesprogramm stellt die Landesregierung im Jahr 2024 Landesmittel in Höhe von 3,35 Millionen Euro zur Verfügung. Bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2026 soll das Angebot Gemeindeschwesterplus flächendeckend ausgebaut werden. Aktuell sind über 70 Fachkräfte Gemeindeschwesterplus im Einsatz, dies entspricht 45 Vollzeitstellen (Stand März 2024).

Mehr Informationen zum Landesprogramm Gemeindeschwesterplus

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